Mai
19
2012

Rezension zu “Mein fast perfektes Leben” von Jonathan Tropper

Titel: Mein fast perfektes Leben
Autor: Jonathan Tropper
Originaltitel: How to talk to a widower
Übersetzer: Birgit Moosmüller
Erscheinungsdatum: 21.09.2007
ISBN: 978-3426662724
Seitenanzahl: 416
Verlag: Knaur HC






Klappentext:
Träumen wir nicht alle von der großen, wahren Liebe? Hailey war alles, was Doug sich jemals gewünscht hat – doch nun hat er sie durch einen tragischen Unfall verloren. Und sich direkt dazu. Doug klammert sich wild entschlossen an seiner Trauer fest, dem Einzigen, was ihm vom Glück noch geblieben zu sein scheint. Da kommt es denkbar ungelegen, dass es Menschen gibt, die ihn brauchen: sein pubertierender Stiefsohn, seine scharfzüngige Schwester, seine Eltern. Ganz zu schweigen von der Nachbarin, die den attraktiven Witwer wie ein hungriger Hai umkreist. Nein, Dougs Leben ist alles andere als perfekt – aber es hilft nichts: Er muss es wieder in den Griff bekommen …

Fazit:
“Mein fast perfektes Leben” war mein erstes Buch von Tropper obwohl “Zeit für Plan B” schon seit einer Weile bei mir im Regal steht und ich bin total begeistert von seinem Schreibstil!

Obwohl es sich eigentlich um ein ernstes und sehr tragisches Thema handelt, verpackt der Autor die Geschichte in eine teilweise amüsante Ironie, die das Lesen zu einem besonderen Ereignis macht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte lässt sich in einem Rutsch lesen.

Der Haupthandlungsstrang spielt in der Gegenwart während sich der Protagonist immer wieder an die vergangene Zeit mit seiner Frau erinnert und sie so lebendinger werden lässt als manch anderen Charakter. Hailey ist eine der Protagonistinnen der Geschichte obwohl sie lediglich durch Doug ein Gesicht bzw. eine Stimme erhält.

Generell sind die Charaktere sehr gut gestaltet. Sie erwachen nach kurzer Zeit zum Leben ohne sie lange beschrieben zu haben. Gerade die Empfindungen von Doug können all jene nachvollziehen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Auf mich wirkt er authetisch und greifbar.

Die Nebencharaktere sind so verschieden wie sie zahlreich sind. Jede Persönlickeit schillert in einer anderen Farbe und bringt den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln.

Allerdings hat mir persönlich der letzte Funke gefehlt um 100 % überzeugt zu sein. Vielleicht lag es an der Geschwindigkeit der Geschichte. Der Leser steigt 1 Jahr nach Haileys Tod ein und “verpasst” so einige Stationen der Trauer. Von daher wirkt es auf mich ein wenig schnell wenn Doug sich nun wieder auf die Suche nach einer neuen Partnerin begibt.

Der Erzählstil ist trotz allem spannend gehalten und man möchte immer weiter lesen und herausfinden ob Doug endlich wieder glücklich sein kann. Ich war schon ein wenig traurig, als die Geschichte dann vorbei war.

Wer eine schicksalhafte, lustige und traurige Begegnung mit dem Leben haben und dabei von einigen tollen Charakteren begleitet werden möchte, der ist hier genau richtig.

Bewertung: 4,5/5 Sterne

Eine Rezension von Nessi von Nessis Bücherregal.

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Mai
18
2012

Rezension zu “Finding Sky – Die Macht der Seelen” von Joss Stirling

Titel: Finding Sky – Die Macht der Seelen
Autor: Joss Stirling
Originaltitel: Finding Sky
Übersetzer: Michaela Kolodziejcok
Erscheinungsdatum: 01.05.2012
ISBN: 978-3423760478
Seitenanzahl: 464
Verlag: dtv






Inhalt:
Die 16jährige Sky Bright wurde als Kind an einer Autobahnraststätte einfach ausgesetzt und hat seither große Angst vor ihrer dunklen Vergangenheit, die sie größtenteils aus ihrem Gedächtnis verbannt hat. Doch diese Erinnerungen drohen sie wieder einzuholen, als sie mit ihren Adoptiveltern von England nach Wrickenridge, einer ruhigen Kleinstadt in den Bergen von Colorado, USA zieht, um dort ein neues Leben anzufangen. Simon und Sally, die Sky mit 10 Jahren bei sich aufgenommen haben, kümmern sich liebevoll um sie und tun alles, damit sie es gut bei ihnen hat.
Mit dem Umzug folgt natürlich auch der erste Schultag. Trotz ihrer Angst, an der neuen Schule als Außenseiterin zu gelten, findet sie recht schnell Anschluss bei der aufgeweckten Tina, ihrer Freundin Zoe und bei Nelson, dem Enkelsohn ihrer verrückten Nachbarin.
Natürlich spielt vom ersten Tag an auch ein Junge eine Rolle in Skys neuem Leben. Zed Benedict sieht gut aus und wirkt sehr geheimnisvoll, doch bei allen anderen ist er nur durch sein rüpelhaftes Verhalten und seine Aggressivität bekannt.
Irgendetwas scheint Sky und ihn zu verbinden, denn plötzlich kann sie seine Stimme in ihrem Kopf hören und er vermag mehr über sie zu wissen, als ihr lieb ist.

Fazit:
„Finding Sky – Die Macht der Seelen“ ist der erste Band einer neuen Jugendbuch-Reihe von Joss Stirling.
Von der ersten Seite an glänzt diese Geschichte durch Spannung, dunkle Geheimnisse und unglaublich sympathische Charaktere.
Sky ist 16 Jahre alt und lebt seit nunmehr 6 Jahren bei ihren Adoptiveltern, dem Künstlerehepaar Sally und Simon. Nachdem sie mit 6 Jahren an einer Autobahnraststätte einfach ausgesetzt worden ist, hatte sie eine schwere Zeit in verschiedenen Pflegefamilien, bis Sally und Simon sie in ihre Obhut genommen haben. Diese tun alles, um Sky das Leben so erträglich wie möglich zu machen und versuchen, sie aus allen Schwierigkeiten heraus zu halten.
Sky hat große Angst vor Gefühlen wie der Liebe oder auch der Einsamkeit, aber auch vor ihren Erinnerungen, die sie in ihrem Geist weggesperrt hat. Dass ausgerechnet einer der begehrtesten, aber auch arrogantesten Jungen der Schule ausgerechnet ein Auge auf sie geworfen hat, kann sie einfach nicht glauben und hält das ganze für einen schlechten Scherz.
Obwohl sie doch recht klein ist, zeigt sie oftmals, was für eine große Persönlichkeit sie in Wirklichkeit doch ist und beweist, wie viel Stärke in ihr steckt. Durch ihre neuen Freunde Tina, Zoe und Nelson findet sie entgegen ihrer Befürchtungen sehr schnell Anschluss in der Schule und hat von Anfang an Rückendeckung, wenn sie Hilfe braucht.
Zed Benedict lernt man anfangs als angeberischen und arroganten Bad Boy kennen, dem so ziemlich alles egal ist. Doch nachdem Sky auf der Bildfläche erschienen ist, sieht er sofort etwas Besonderes in ihr und er ändert sich schlagartig. Aus dem Bad Boy wird ein rücksichtsvoller und besorgter Charmeur, der alles tut, um Sky glücklich zu machen, sodass man ihm diese Wandlung anfangs nicht so recht abkaufen kann. Doch als Leserin schließt man sowohl ihn, als auch die kleine Sky sofort in sein Herz.
Storymäßig möchte ich gar nicht allzu sehr in die Tiefe gehen, da man den Zauber dieser wundervollen Geschichte einfach selbst auskosten muss. Obwohl ich nicht so gerne diese Vergleiche vornehme, hat mich die Geschichte doch an einigen Stellen an die Twilight-Saga von Stephenie Meyer erinnert. Das hat mich allerdings nicht allzu sehr gestört, da mich die Geschichte als Gesamtpaket einfach dermaßen in ihren Bann gezogen hat, dass mich solche Kleinigkeiten nicht mehr interessiert haben.
Ich habe mit den Charakteren mitgelitten und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen!
Auch der Schreibstil von Joss Stirling war einfach schön. Einfach und leicht ließen sich die Seiten wie von selbst lesen und flogen regelrecht dahin.
Insgesamt ist „Finding Sky – Die Macht der Seelen“ eine sowohl wundervolle und romantische, als auch spannende Geschichte voller Gefühle, Ängste und Gefahren, die den Leser fest in ihren Bann ziehen. Unbedingt empfehlenswert!

Eine Rezension von Cat von Little Dhampir’s Leseecke.

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Mai
18
2012

Rezension zu “Nacht des Begehrens” von Kresley Cole

Titel: Nacht des Begehrens
Autor: Kresley Cole
Originaltitel: Immortals After Dark 01 A Hunger like no other
Übersetzer: Bettina Oder
Erscheinungsdatum: 15.09.2008
ISBN: 978-3802581748
Seitenanzahl: 448
Verlag: Egmont Lyx





Inhalt:
Nach 150 Jahren Gefangenschaft und Folter durch die Horde der Vampire wittert der König der Lykae Lachlain eines Tages draußen seine Gefährtin und schafft es nur mit viel Willenskraft sich zu befreien. Als er entdeckt, dass seine zukünftige Königin eine Vampirin ist, will er dies zunächst nicht wahrhaben, und nimmt sie zunächst erstmal gefangen, ohne ihr den Grund zu nennen. Die für eine Unsterbliche noch relativ junge Halbvampirin Emmaline ist verstört von diesem ruppigen Kerl, der sie in ihr Hotelzimmer schleppt und sich ihr in der Dusche aufdrängt. Da sie jedoch Angst hat, sich ihm zu widersetzen, stimmt Emma zu, Lachlain in seine Heimat Schottland zu bringen, in der Hoffnung, dass er sie danach gehen lassen wird. Ihre langsam wachsenden Gefühle für den wilden Lykae versucht sie dabei zu ignorieren.

Fazit:
“Nacht der Begierde” ist der Auftakt zu Kresley Coles “Immortals After Dark”-Reihe über Vampire, Werwölfe, Walküren und anderen mythischen Wesen. Erzählt wird die Geschichte in der Er-/Sie-Perspektive mit wechselnden Sichtweisen. Den Hauptteil übernehmen dabei Emma und Lachlain, ein paar Abschnitte werden auch aus der Sicht von Emmas walkürischen Tanten erzählt. Manchmal war mir allerdings nicht immer gleich klar, ob denn nun Emma oder Lachlain diesen Abschnitt übernimmt, da teilweise von beiden Gedanken aufgetaucht sind.

Die beiden Protagonisten hat Kresley Cole in ihrer Geschichte gut ausgearbeitet und auch ihre Nebencharaktere bleiben nicht blass. Emma, halb Vampirin und halb Walküre, ist ein einzigartiges Geschöpf, schon allein weil es kaum noch weibliche Vampire gibt. Die Verbindung zwischen Vampiren und Walküren ist ebenso außergewöhnlich, da die beiden Rassen verfeindet sind. Da Emmas Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist und sie ihren Vater nie kennen gelernt hat, ist sie bei ihren walkürischen Tanten aufgewachsen. Dort hat sie zwar zu Kämpfen gelernt, doch wirklich Talent hat sie bisher nicht gezeigt. Sie bezeichnet sich selbst als Feigling. Erst als ihre Gefühle für Lachlain wachsen, wird sie stärker und selbstbewusster.

Lachlain ist der König der Lykae und wurde 150 Jahre lang von der Vampir-Horde gefangen gehalten und gefoltert. Da ist es natürlich kein Wunder, dass er nicht gut auf Emma zu sprechen ist, als er den Vampir in ihr erkennt. Dadurch wirkt er am Anfang ziemlich grob und rücksichtslos, doch wie sollte er auch wissen, dass sie nicht zur Horde gehört? Er ändert sich jedoch, als er langsam zu begreifen beginnt, dass das Universum ihm wirklich Emma als seine Gefährtin geschickt hat.

Emmas Tanten, allesamt Wallküren, treten hier eher als Nebenfiguren auf, doch haben sie auch alle ihren eigenen Charakter. Es gibt eine Bogenschützin, die Schmerzen erleidet, sobald sie ein Ziel verfehlt, eine etwas durchgeknallte Seherin, eine die gar keine Gefühle mehr empfindet, und noch einige mehr. Zum Ende hin werden auch einige Lykae vorgestellt, wie Lachalins besten Freund Bowe, der unter dem Verlust seiner eigenen Gefährtin leidet, sein Bruder Garreth, der immer noch auf der Suche ist, und seine Verehrerin Cassandra, die nicht akzeptieren will, dass sie nicht Lachlains auserwählte Gefährtin ist.

Da es sich bei “Nacht des Begehrens” um einen Romantic Fantasy Roman handelt, gibt es natürlich eine Liebesgeschichte mit erotischen Szenen drin, doch erscheint diese, soweit man das in dieser mystischen Welt sagen kann, durchaus realistisch. Zwischen Lachlain und Emma existiert nicht direkt eine Liebe auf den ersten Blick, da er keine vampirische Gefährtin akzeptieren will und sie ziemlich abgestoßen von der Grobheit Lachlains ist. Doch da es sich hier um auserwählte Gefährten handelt, fühlen sich die beiden voneinander angezogen und lernen einander zu verstehen.

Fazit:
“Nacht des Begehrens” von Kresley Cole ist ein spannender Romantic Fantasy Roman mit Liebe auf den zweiten Blick. Ich habe das Buch gerne gelesen, doch es hat mir noch ein bisschen das “gewisse Etwas” gefehlt, so dass es “nur” 4,5 von 5 Sternen von mir gibt.

Eine Rezension von CasusAngelus von Casus’ Bücherwelt.

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Mai
17
2012

Rezension zu “Das Liebesspiel” von Dawn Tripp

Titel: Das Liebesspiel
Autor: Dawn Tripp
Originaltitel: Game of Secrets
Übersetzer: Andrea Fischer
Erscheinungsdatum: 23.04.2012
ISBN: 978-3716026632
Seitenanzahl: 310
Verlag: Arche Verlag






Inhalt:
Jane Weld ist elf Jahre alt, als ihr Vater Luce verschwindet. Niemand in ihrer kleinen Stadt in Neuengland weiß, was mit ihm geschehen ist, bis man drei Jahre später in einer Kiesgrube seinen Schädel mit einem Einschussloch findet. Es geht das Gerücht, der Ehemann seiner Geliebten Ada habe ihn aus Eifersucht getötet.
Fast ein halbes Jahrhundert später ist Jane noch immer auf der Suche nach der Wahrheit. Besondere Brisanz bekommt ihre Suche, weil sich Janes Tochter Marne unerwartet in einen von Adas Söhnen verliebt hat. Während sich die beiden jungen Leute näherkommen, treffen sich Jane und Ada jeden Freitag zu einer Partie Scrabble, die sich zu einem Katz-und-Maus-Spiel um die unausgesprochenen Worte und streng gehüteten Geheimnisse des Ortes entwicklelt. Die letzte Partie der beiden Frauen gerät zu einem Ringen – um die Antwort auf die Frage, wie viel Wahrheit die Liebe erträgt.

Fazit:
Dieses Buch ist sehr vielschichtig. Es ist nicht einfach zu lesen, allerdings hat mich die poetische Sprache überzeugt! Es passiert auch nicht wirklich viel, trotzdem ist dieses Buch sehr fesselnd. Ada und Jane spielen Scrabble, Jane wagt nicht die Frage an Jane zu stellen, ob Ada weiß, wer der Mörder ihres Vaters ist. Marne, die Tochter von Jane, verliebt sich in den Sohn von Ada. Allerdings kann sich Marne auch nicht so richtig dieser Liebe stellen, im entscheidenden Moment flüchtet sie lieber.

Die Geschichte ist in 7 Teile unterteilt. In den einzelnen Kapiteln erfahren wir die Erlebnisse der einzelnen Personen. Meist sind diese Kapitel in der Ich-Perspektive geschrieben und oft enthalten sie einen Blick in die Vergangenheit, was zusätzlich etwas verwirrend ist.

Wir lernen die einzelnen Charaktere Jane, Marne, Ada, Huck, Luce, die in dieser Geschichte die Hauptrollen spielen, sehr genau kennen, ihre Beziehungen untereinander und ihre Gefühle.So fügt sich ein Steinchen zum anderen und wir erfahren einige Geheimnisse der beiden Familien. Die Familien sind durch diese Geheimnisse miteinander verwoben.Es dreht sich eigentlich alles um die Frage, wer der Mörder von Luce war.

Mir hat hier die Sprache sehr gut gefallen und ich vergebe 4/5 Sterne für diese tiefgründige Geschichte.

Eine Rezension von Biggi von der Bibliothek der vergessenen Bücher.

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Mai
17
2012

Rezension zu “Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner” von Kerstin Gier

Titel: Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
Autor: Kerstin Gier
Erscheinungsdatum: 11.11.2011
ISBN: 978-3785760505
Seitenanzahl: 288
Verlag: Bastei Lübbe






Inhalt:
Eigentlich ist Kati seit 5 Jahren mit Felix in einer glücklichen Beziehung, doch als sie den gut aussehenden Mathias kennen lernt, beginnt sie zu zweifeln. In letzter Zeit verbringen Felix und sie auf Grund der Arbeit kaum noch Zeit miteinander, vor seinem miesen Freundeskreis verteidigt er Kati auch nie und im Schlafzimmer läuft auch kaum was. Dass die Schmetterlinge in ihrem Bauch beim Gedanken an Mathias zu tanzen beginnen, kann ja auch nicht richtig sein. Als Kati nach einem Unfall einen Tag vor ihrem ersten Zusammentreffen mit Felix wieder erwacht, hat sie die Chance ihre Entscheidungen in der Vergangenheit noch einmal zu überdenken.

Meine Meinung:
“Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner” ist mal wieder ein typischer Kerstin-Gier-Roman (was natürlich als Kompliment gemeint ist). Durch die geringe Seitenanzahl und den locker-leichten Schreibstil eignet es sich wunderbar für zwischendurch und entlockt einem durch aus ein paar Lacher. Eine schöne Idee an dem Buch waren die Zitate, die am Anfang jeden Kapitels und auch zwischendurch immer mal wieder am Rande stehen und sehr passend zum Text ausgewählt sind.

Bis auf den Anfang und das Ende wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Katis Sicht erzählt. Der Einstieg ist, mit ein paar Worten von Felix und Mathias über ihr jeweils erstes Zusammentreffen mit Kati, gut gewählt. Hier erfährt man zum Beispiel auch Felix Spitznamen für Kati, “Eselchen”, wodurch das Cover auch gleich viel passender wirkt. Am Ende des Buches ergreifen die beiden nochmals das Wort, was sie dort erzählen, werde ich jedoch nicht verraten. Die Story an sich ist nicht wirklich tiefgründig und es gibt auch keine richtige Erklärung für Katis “Trip” in die Vergangenheit. Doch ein bisschen regt sie einen doch zum Nachdenken an.

Neben der etwas chaotischen, im Laufe der Geschichte aber auch recht schlagfertigen Protagonistin Kati gibt es noch einige recht interessante Charaktere. Ihr Mann Felix ist ein Arzt, der fast nur für seine Arbeit lebt. Und auch wenn er Kati dadurch ein bisschen vernachlässigt, war er mir dennoch sympathisch, weil es einfach auch nicht absichtlich gewirkt hat. Mathias gegenüber war ich ein bisschen zwiespältig. Dadurch, dass er sich bewusst ist, wie gut er aussieht, wirkt er ein wenig eingebildet. Andererseits schreibt er auch sagt er auch selbst, dass er es schade findet, wenn die Frauen gar nicht auf den netten Kerl hinter der Fassade achten, was ihn mir dann doch wieder sympathischer gemacht hat. Katis Freundinnen Marlene, welche ein relativ perfektes funktionierendes Privatleben hat, und Linda, die einen leichten Esoterik-Tick hat, waren mir auf Anhieb sympathisch. Sie haben mich auch ein wenig an die beiden Freundinnen aus Kerstin Giers Mütter-Mafia erinnert, die ich auch sehr gemocht habe.

Fazit:
“Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner” von Kerstin Gier kann ich allen Fans der Autorin empfehlen und auch denen unter euch, die mal was leichtes und lustiges für zwischendurch brauchen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und vergebe 4 von 5 Punkten.

Eine Rezension von CasusAngelus von Casus’ Bücherwelt.

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